WEEKLY TOPIC #3 - Die Probleme konventioneller Baumwolle (3/3)

DIE ARBEITSBEDINGUNGEN

Im letzten Beitrag haben wir über die Umweltauswirkungen des konventionellen Baumwollanbaus geschrieben. Solltest ihr den Beitrag verpasst haben haben wir ihn hier verlinkt.

Bis die Baumwolltextilien die geforderten und gängigen Eigenschaften aufweisen, bedarf es vieler Veredelungsschritte, die so gut wie nie zurückverfolgbar sind.

Viele gewünschte Eigenschaften unserer Baumwolltextilien sind (offensichtlich) nicht natürlich. Um die Textilien zu färben wird die Baumwolle zuerst geblichen, teilweise mit giftigen Chlorverbindungen. Wird die Färbung in Niedriglohnländern durchgeführt, ist der Prozess häufig Krebserregend für die Arbeiter. Ein weiteres Beispiel ist die Kreation des Vintage Looks bei Jeans. Der Prozess des Sandstrahlens provoziert ein langsames Ersticken des Produzenten. Aber auch damit die Baumwolltextilien nicht einlaufen, besonders glänzen und reißfest sind, durchlaufen sie weitere Prozesse. Durch starkes Schwitzen können die Stoffe ggf. auf die Haut des Konsumenten übertragen werden. Gerade deshalb wird häufig empfohlen die Kleidung vor dem ersten Tragen zu waschen.

Doch was könnt ihr jetzt mit diesen Informationen anfangen?

Konventionell angebaute (bzw. genetisch modifizierte) Baumwolle birgt Probleme in Bereichen des Umweltschutzes, der Gesundheit und Transparenz. Grundliegend lässt sich sagen, dass der Kauf konventioneller Baumwolle nicht nachhaltig ist. Was gibt es also für Alternativen? Wenn ihr gerne weiterhin Baumwollklamotten tragen wollt solltet ihr entweder auf Bio- oder recycelte Baumwolle zurückgreifen, und auf Siegel wie „GOTS“ oder „Naturtextil“ achten. Um den Arbeitern gute und faire Bedingungen zu bieten, gibt es Zertifikate, wie „Fair Wear“, „Fairtrade“ und „Cotton made in Africa“. Zudem kann man sich auf der Internetseite „Rank a Brand“ über die Nachhaltigkeit verschiedener Unternehmen informieren. Derzeit schneiden C&A, sowie H&M im Bekleidungssegment am besten ab. Beide Marken werden aber nur mit einem „C“ bewertet, werden also nur als „Bedingt empfehlenswert“ beurteilt. Sehr kleine Marken tauchen hier leider nicht auf, aber die meisten Klamotten kaufe ich, und ihr sicherlich auch, bei großen Marken ein.

Was die verschiedenen Siegel zur Nachhaltigkeit genau bedeuten werden wir euch in kommenden Artikeln genauer erklären. Außerdem nehmen wir auch die Bio-Baumwolle genauer unter die Lupe und möchten mit euch die Grenzen dieser Faser untersuchen!

Wie sieht es bei euch aus? Kanntet ihr die Fakten zur Baumwolle bereits, oder war vieles für euch neu? Teilt diesen Beitrag gern mit euren Freunden und eurer Familie. Wenn ihr Themenvorschläge für weitere Artikel habt, schreibt sie uns gern in die Kommentare! Schaut auch bei uns auf Instagram vorbei, dort findet ihr diesen Beitrag in Video-Form (immer Mittwochs) und als zusammenfassende Grafik (immer Sonntags). Tragt euch auch gern in unseren Newsletter ein, um keinen Beitrag mehr zu verpassen. 

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.