WEEKLY TOPIC #11 - MÜLLEXPORTE – Wie gehen wir mit unserem Müll um?

MÜLLEXPORTE – Wie gehen wir mit unserem Müll um?

Ein Großteil unseres Mülls wird exportiert und bessert so unsere Statistik auf. Heute wollen wir uns mit den Folgen dieser Exporte beschäftigen. Es geht um die Umwelt, aber auch um die Gesundheit.

Als erstes ist es sicher sinnvoll die deutschen Interessen genauer darzustellen. Neben den fehlenden Möglichkeiten den kompletten Müll selbst zu recyceln, kann Deutschland sogar noch Geld mit dem Müll verdienen.

Viele Existenzen sind in niedrigschwelligen Ländern, die Verpackungsmüll importieren, auf solch einen Prozess aufgebaut. Man könnte nun also argumentieren, dass die Wirtschaft ärmerer Länder unterstützt wird und somit beide Seiten an dem Geschäft profitieren. Allerdings ist nur ein Bruchteil des ankommenden Mülls für den Weiterverkauf geeignet.

Zudem werden die Beschäftigten für die Sortierung schlecht bezahlt und können kaum von ihrem Gehalt leben. Oftmals werden illegale Mülldeponien betrieben, die Arbeiter aus dem umliegenden Ausland beschäftigen.

Wie zuletzt schon erwähnt wird der Müll nach der Sortierung oft auf Deponien gelagert und immer wieder unter freiem Himmel verbrannt. Der hierbei entstehende Rauch kann für Menschen giftig sein. Zudem soll etwa 29% des weltweiten Feinstaubs durch die unkontrollierte Verbrennung von Abfall entstehen.

Feinstaub hat verschiedene Auswirkungen auf die Gesundheit von Menschen. Unter anderem steigt das Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen, Lungenkrebs bei hoher Feinstaubbelastung. Ebenso scheint das Risiko Typ 2 Diabetes mellitus zu entwickeln erhöht zu sein.

Eine weitere Folge des Müllexports beschreibt die Konsequenzen für die Umwelt. Um den Müll nach Süd- und Süd-Ost-Asien zu exportieren, wird er meist in großen Containern 4 verschifft. Allein der Transportweg ist selbstverständlich nicht umweltverträglich.

Als Kraftstoff für Containerschiffe werden Schweröle verwendet. Die anfallenden Rückstände müssen im Zielhafen entsorgt werden. Allerdings gelangen Bestandteile des Öls beim Erhitzen in die Atmosphäre, zudem werden Rückstände häufig illegal im Meer entsorgt.

Die alltägliche Schifffahrt macht ca. 35% der Verschmutzung der Meere durch Öl aus. Das Öl in Gewässern schadet vor allem Pflanzen und Tieren.

Bei Regen und Sturm gelangt der Müll schnell in die Gewässer und treibt ins Meer. Tiere verwechseln Plastikmüll häufig mit Nahrung, wenn sie den Müll fressen kann es zu inneren Verletzungen kommen, oder sie verhungern mit vollem Magen.

Giftige Stoffe aus dem Zerfall von Kunststoffen gelangen in den Lebenskreislauf der Meerestiere und können Erbgut und Hormone beeinflussen bzw. verändern. Ob dies möglicherweise sogar Auswirkungen auf den Menschen hat, ist bisher noch unklar.

Dadurch das Deutschland aber derzeit geltende Gesetze einhält, wird noch nichts gegen diese Situation unternommen. Somit müssen vor Allem wir als Verbraucher versuchen, unseren Müll zu reduzieren.

Damit hilft man nicht nur der Umwelt, sondern auch Menschen in anderen Ländern, die Tag für Tag unseren Müll durchsuchen. Außerdem sollte es transparenter gemacht werden, was mit unserem Müll passiert.

Was sagt ihr zu dem Thema? Versucht ihr auch auf unnötigen Müll zu verzichten, oder sagt ihr die Regierung ist in der Verantwortung etwas zu verändern? Diskutiert das gerne in den Kommentaren! 

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